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Pflaumenwickler bekämpfen

Wenn Deine Pflaumen, Zwetschgen oder Mirabellen außen unscheinbar aussehen, innen aber madig und wurmstichig sind, steckt fast immer der Pflaumenwickler (Grapholita funebrana) dahinter – auch Pflaumenmade genannt. Seine Larven bohren sich bis zum Kern, die Früchte fallen vorzeitig ab und lassen sich nicht mehr lagern. In dieser Kategorie zeigen wir Dir, wie Du den Pflaumenwickler früh erkennst und mit natürlichen Mitteln bekämpfst – insektizidfrei und rechtzeitig, bevor die zweite Generation kurz vor der Ernte zuschlägt.

In 2 Schritten gegen den Pflaumenwickler

Eine einzelne Pheromonfalle ist kein Vollschutz – aber der Schlüssel zum richtigen Timing. Deshalb kombinierst Du am besten Erkennen und Bekämpfen:

  • Erkennen mit der Pheromonfalle: Der Sexuallockstoff zieht die Männchen an und zeigt Dir, wann und wie stark der Falter fliegt. So weißt Du genau, wann eine Behandlung sinnvoll ist, statt auf gut Glück zu handeln.
  • Bekämpfen mit Nützlingen: Nematoden wirken gezielt gegen die überwinternden Larven in Rinde und Boden, Trichogramma-Schlupfwespen gegen die Eier. So unterbrichst Du den Generationszyklus auf biologischem Weg.

Befall erkennen und vorbeugen

Typische Anzeichen sind kleine Einbohrlöcher mit Gummifluss und Kotkrümeln sowie vorzeitig abfallendes, madiges Obst. Ergänzend zur Falle helfen einfache Maßnahmen: Fanggürtel aus Wellpappe am Stamm fangen die Larven auf dem Weg zum Winterquartier ab, und konsequent eingesammeltes Fallobst nimmt der nächsten Generation die Grundlage. Die Saison läuft von Anfang Mai bis Anfang September – wer den Flug ab Mai überwacht, ist den beiden Generationen einen Schritt voraus.