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24.02.26

Thripse loswerden, so werden Sie den Befall schnell und nachhaltig los

Ein Befall mit Thripse kommt oft plötzlich, vor allem an Zimmerpflanzen wie Monstera, Ficus, Orchideen oder Kräutern am Küchenfenster. Die kleinen Insekten saugen Pflanzenzellen aus, dadurch entstehen silbrig matte Aufhellungen, verformte Triebe und geschwächte Pflanzen. Die gute Nachricht, Thripse loswerden ist möglich, wenn Sie systematisch vorgehen und den Lebenszyklus mit passenden Maßnahmen unterbrechen.

Kurzüberblick, was Sie sofort tun können

Wenn Sie einen Befall vermuten, geht es zuerst um Eindämmen und dann um die eigentliche Bekämpfung. Je früher Sie reagieren, desto schneller erholen sich Ihre Pflanzen.

Sofort Checkliste für die ersten 10 Minuten

  1. Betroffene Pflanzen isolieren, Abstand zu allen anderen Pflanzen schaffen.

  2. Blätter, Blattunterseiten und junge Triebe mit Lupe kontrollieren, thripse erkennen gelingt so deutlich besser.

  3. Pflanze gründlich mit Wasser abbrausen, dabei auch Blattunterseiten spülen, das entfernt Larven und erwachsene Tiere.

  4. Oberfläche der Erde lockern und die oberen Zentimeter austauschen, viele Arten verpuppen sich im Boden.

  5. Blautafeln oder Gelbtafeln zur Kontrolle aufstellen, damit Sie Flugstadien abfangen und den Befall beobachten.

Inhaltsverzeichnis

  1. Thripse kurz erklärt, was Sie jetzt wissen sollten

  2. Symptome erkennen, typische Anzeichen an Blättern und Trieben

  3. Verwechslung vermeiden, ähnliche Schädlinge unterscheiden

  4. Ursachen, woher der Befall kommt

  5. Besonders anfällige Pflanzen im Überblick

  6. Lebenszyklus verstehen, warum Wiederholungen wichtig sind

  7. Schritt für Schritt Anleitung, Thripse loswerden
    7.1 Sofortmaßnahmen
    7.2 Mechanische Bekämpfung
    7.3 Substrat und Bodenphase
    7.4 Nematoden einsetzen
    7.5 Nützlinge gegen Thripse
    7.6 Neemöl und weitere Mittel

  8. Zeitplan für 14 Tage, strukturierte Bekämpfung

  9. Monitoring, Erfolg richtig kontrollieren

  10. Hausmittel, Chancen und Grenzen

  11. Vorbeugen, langfristiger Schutz für Pflanzen

  12. Häufige Fragen

  13. Fazit

Was sind Thripse, Gewittertierchen und Fransenflügler

Thripse werden im Alltag auch Gewittertierchen genannt, fachlich gehören sie zu den Fransenflügler. Diese Schädlinge sind winzig, aber extrem anpassungsfähig, und sie treten sowohl im Haus als auch im Gewächshaus auf. Weil Fransenflügler so klein sind, bleiben sie auf Pflanzen häufig lange unentdeckt.

Thysanoptera kurz erklärt

Die Ordnung Thysanoptera umfasst viele Arten, die sich von Pflanzen ernähren. Typisch sind fransige Flügel und ein raspelnd saugender Mundapparat. Weil die Insekten in Pflanzengewebe stechen und Zellen aussaugen, wirken die Schäden oft wie punktförmige Aufhellungen, die später zu größeren Schadstellen zusammenfließen. In der Praxis sprechen viele nur von Fransenflügler, biologisch sind es aber ganz unterschiedliche Arten.

Thripse erkennen, typische Anzeichen an Blättern und Trieben

Ein früher Befall ist leicht zu übersehen. Achten Sie deshalb auf mehrere Symptome gleichzeitig, nicht nur auf ein einzelnes Zeichen.

Typische Symptome, sichtbar an Blättern, Trieben und Knospen

Auf den Blätter entstehen helle, silbrige Aufhellungen, manchmal wie mit feinem Schleifpapier mattiert. Dazu kommen kleine schwarze Punkte, das sind Kotspuren. Je stärker der Befall, desto mehr Flecken finden Sie, oft entlang der Blattadern oder an jungen Blattspitzen. Prüfen Sie mehrere Blätter pro Pflanze, denn der Befall verteilt sich nicht immer gleichmäßig.

Neben Flecken zeigen Pflanzen häufig Reaktionen wie eingerollte Blätter, verkrüppelte Neutriebe oder deformierte Blüten. Besonders empfindlich sind neue Austriebe, bei Monstera sieht man das oft an verdrehten, schlecht aufrollenden Blättern. Bei blühenden Pflanzen kann der Befall dazu führen, dass Knospen vertrocknen oder Blüten schnell abfallen.

Schnelltest, Klopfprobe und Lupe

Stellen Sie ein weißes Blatt Papier unter ein Blatt und klopfen Sie leicht. Fallen kleine längliche Tiere herunter, ist das ein Hinweis. Thripse sind kleine, längliche Insekten von etwa 1 mm Breite und 3 mm Länge. Die erwachsenen Thripse sind dunkel, oft schwarz und manchmal leicht grau gestreift. Die Larven sind weiß bis hellgrün gefärbt, sie sitzen überwiegend auf der Blattunterseite. Wenn Sie thripse erkennen möchten, ist eine Lupe mit zehnfacher Vergrößerung ideal.

Verwechslung vermeiden, nicht jeder Schaden sind Thripse

Schäden durch Fransenflügler, also die oft als Gewittertierchen bezeichneten Arten, können ähnlich aussehen wie Schäden durch andere Schädlinge, etwa Spinnmilben oder Blattläuse, oder auch bestimmte Krankheiten. Bei Spinnmilben finden Sie feine Gespinste, bei Blattläusen klebrigen Honigtau. Bei Thripsen sind es eher silbrige Aufhellungen und dunkle Punkte auf den Blätter. Wenn Sie unsicher sind, hilft die Klopfprobe, denn erwachsene Tiere laufen oder springen auf dem Papier.

Woher kommen plötzlich Thripse

Meist werden die Schädlinge eingeschleppt. Gerade bei vielen Pflanzen im Haus wandern die Schädlinge schnell von Topf zu Topf. Neue Pflanzen aus dem Handel, Ableger von Freunden oder Kräuter aus dem Supermarkt sind typische Quellen. Auch offene Fenster im Sommer reichen, denn die Insekten können zufliegen. In der Wohnung profitieren sie von warmer, trockener Luft, das begünstigt ihre Vermehrung.

Bei Thripsen ist der wichtigste Hebel fast immer die Einschleppung zu stoppen. Prüfen Sie neue Pflanzen direkt nach dem Kauf, und stellen Sie sie getrennt von Ihren Zimmerpflanzen auf. Kontrollieren Sie an mehreren Tagen hintereinander Blätter und Blattunterseiten, denn bei Thripsen wirken kleine Populationen anfangs harmlos. Auch Töpfe, Untersetzer und Werkzeuge können Schädlinge übertragen, deshalb lohnt es sich, nach dem Umtopfen kurz zu reinigen.

Welche Pflanzen sind besonders betroffen

Thripse gehen nicht nur an eine Pflanzenart. Bei Zimmerpflanzen sind vor allem großblättrige Pflanzen und weichtriebige Pflanzen anfällig. In Wohnungen sind häufig Monstera, Philodendron, Ficus, Dracaena, Palmen, Orchideen, Chili Pflanzen und Kräuter Pflanzen betroffen. In der warmen Jahreszeit trifft es auch Balkon Pflanzen wie Petunien, Gurken Pflanzen oder Zier Pflanzen im Kübel.

Warum Monstera so häufig auffällt, sie hat große Blätter, viele Blattadern und oft ein warmes Mikroklima in der Nähe des Fensters. Das bietet Verstecke und kurze Wege für Larven. Zusätzlich sieht man Flecken auf den großen Blätter schneller, deshalb wirkt ein Befall an Monstera oft dramatischer als an kleinblättrigen Pflanzen. Später zeigen auch Nachbar Pflanzen typische Flecken.

Lebenszyklus, warum konsequente Bekämpfung so wichtig ist

Der Lebenszyklus von Thripsen umfasst sechs Stadien, Ei, zwei Larvenstadien, ein Puppenstadium und das erwachsene Stadium. Die Entwicklung vom Ei bis zum erwachsenen Insekt hängt stark von der Umgebungstemperatur ab. Warm und trocken bedeutet schneller, kühl und feucht bedeutet langsamer. Bei Thripsen reicht es selten, nur einmal zu sprühen oder nur einmal zu duschen.

Bei Thripsen beschleunigt Wärme die Entwicklung, gleichzeitig sinkt bei trockener Luft die Widerstandskraft vieler Pflanzen. Genau deshalb sehen Sie den Befall oft im Winter, wenn Heizungsluft trocken ist, und im Sommer, wenn Fensterplätze sehr warm werden. Für die Bekämpfung heißt das, wiederholen Sie Maßnahmen in festen Abständen, statt nur nach Gefühl zu reagieren.

Wo legen Thripse ihre Eier ab

Die Weibchen legen, je nach Art, bis zu 70 Eier, meist auf der Blattunterseite in Pflanzenzellen. Das macht die Bekämpfung anspruchsvoll, denn Eier sind vor vielen Mitteln geschützt. Bei Thripsen sitzen die Eier praktisch im Gewebe, deshalb müssen Sie auf die nachfolgenden Stadien zielen.

Larven, Puppe und Bodenphase

Nach dem Schlupf fressen Larven an Blättern und jungen Trieben. In der Puppenphase vergraben sich die Puppen häufig im Boden oder im Substrat, besonders bei Topfpflanzen. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf die Erde, nicht nur auf die Blätter. Bei Thripsen ist diese Bodenphase der Punkt, an dem viele Hausmittel versagen, weil sie nur an der Blattoberfläche wirken.

Thripse bekämpfen, Schritt für Schritt Plan

Eine wirksame Bekämpfung kombiniert mechanische Maßnahmen, biologische Helfer und, wenn nötig, geeignete Mittel. Wichtig, die Behandlung muss mehrfach im Abstand von wenigen Tagen wiederholt werden, um den Lebenszyklus zu durchbrechen. Wenn Sie Thripse bekämpfen, denken Sie immer an drei Orte, Blätter, Blattunterseiten und Substrat.

Viele Rückschläge entstehen, weil einzelne Pflanzen übersehen werden. Bei Thripsen reicht ein unbehandelter Topf, damit nach wenigen Tagen wieder Insekten auftauchen. Behandeln Sie deshalb alle Pflanzen im direkten Umfeld, oder kontrollieren Sie sie sehr engmaschig. Das gilt besonders für Zimmerpflanzen, die dicht nebeneinander stehen, weil Schädlinge leicht übersetzen.

Schritt 1, Isolation und Klima
Isolieren Sie befallene Pflanzen sofort. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Besprühen oder einen Luftbefeuchter. Vermeiden Sie trockene Standorte, da Thripse bei Hitze und Trockenheit ihre höchste Aktivität entfalten.

Schritt 2, mechanisch reduzieren
Das gründliche Abbrausen der Pflanze mit Wasser entfernt Larven und erwachsene Tiere. Wischen Sie anschließend die Blattunterseiten mit einem feuchten Tuch ab. Bei großen Blätter, etwa an Monstera, ist das besonders effektiv.

Schritt 3, Substrat behandeln
Es ist ratsam, die oberen Erdschichten bei befallenen Topfpflanzen auszutauschen, da sich Thripse im Boden verpuppen. Bei starkem Befall lohnt Umtopfen in frisches Substrat, den Topf vorher heiß ausspülen. Bei Thripsen kann allein diese Maßnahme den Befall deutlich bremsen.

Schritt 4, Nematoden gegen Bodenstadien
Nematoden sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die bestimmte Insektenlarven im Substrat parasitieren. Gegen die Bodenphase können Nematoden helfen, indem sie die Puppenstadien im feuchten Substrat erreichen. Wichtig ist, dass die Erde gleichmäßig feucht bleibt, sonst sinkt die Wirkung. Nematoden werden über das Gießwasser ausgebracht und sollten nicht mit heißem Wasser kombiniert werden. Setzen Sie Nematoden am besten abends ein, damit das Substrat länger feucht bleibt.

Schritt 5, Nützlinge einsetzen
Nützlinge sind bei Pflanzen in der Wohnung oft die eleganteste Lösung, weil sie gezielt Schädlinge fressen und keine Rückstände hinterlassen. Besonders bewährt sind Raubmilben, sie jagen junge Stadien und reduzieren Thripslarven. Nützlinge gegen Thripse funktionieren am besten, wenn Sie früh starten und die Pflanzen nicht zu trocken stehen.

Schritt 6, Neemöl und geeignete Mittel
Neemöl kann als pflanzliches Mittel helfen, wenn Sie es korrekt anwenden. Sprühen Sie gründlich, auch Blattunterseiten, und wiederholen Sie die Anwendung. Kombinieren Sie Neemöl nicht direkt mit ausgebrachten Nützlingen, sonst schwächen Sie die Helfer. Wenn Sie Thripse bekämpfen möchten und gleichzeitig Nützlinge einsetzen, planen Sie eine Pause zwischen Sprühung und Ausbringung ein.

Wenn einzelne Pflanzen sehr stark geschädigt sind, hilft manchmal ein klarer Schnitt, entfernen Sie stark befallene Pflanzenteile, und entsorgen Sie sie im Restmüll. Reinigen Sie danach den Standort, denn bei Thripsen können sich Tiere in Ritzen, auf Fensterbänken oder an Pflanzstäben verstecken. Gießen Sie nicht zu nass, aber halten Sie das Substrat für Nematoden gleichmäßig feucht, sonst sinkt die Wirkung. Bei wiederkehrendem Befall lohnt es sich, den Bestand zu entzerren, damit Luft zirkuliert und Sie jede Pflanze gut kontrollieren können. So senken Sie langfristig den Druck durch Schädlinge, ohne ständig nachbehandeln zu müssen.

Zeitplan für 14 Tage, so behalten Sie den Überblick

Ein klarer Ablauf hilft, den Befall nicht zu unterschätzen. Notieren Sie, wann Sie welche Pflanzen behandelt haben.

Tag 1, Abbrausen, Blätter abwischen, stark befallene Blätter entfernen, obere Erdschicht tauschen, Klebefallen aufstellen.

Tag 3 bis 5, erneut kontrollieren, thripse erkennen Sie jetzt oft an frischen Flecken oder neuen Punkten, erneut abbrausen oder abwischen, Nematoden ausbringen, falls die Erde feucht gehalten werden kann.

Tag 7 bis 10, Raubmilben als Nützlinge ausbringen, auf ausreichende Luftfeuchtigkeit achten, weiterhin alle Pflanzen kontrollieren, bei Thripsen können Nachbarpflanzen bereits Eier enthalten.

Tag 12 bis 14, Monitoring auswerten, neue Flecken, neue Larven, neue Flugtiere, wenn noch deutlicher Befall vorhanden ist, wiederholen Sie den Ablauf, bis keine Schädlinge mehr sichtbar sind. In diesem Schritt entscheiden viele, ob sie Thripse bekämpfen oder ob sie nur Symptome reduzieren.

Monitoring, so messen Sie den Erfolg

Klebefallen sind nicht nur Fanghilfe, sie sind Ihr Messinstrument. Wenn weniger Insekten hängen, sinkt der Druck. Wenn weiterhin viele Tiere auftauchen, ist meist noch Substrat oder eine Nachbarpflanze aktiv.

Notieren Sie einmal pro Woche, was Sie beobachten, zum Beispiel Fänge, Luftfeuchtigkeit und Standort. Drehen Sie Pflanzen beim Gießen leicht, damit Sie alle Seiten sehen und nichts übersehen. So erkennen Sie Veränderungen früh, und Sie können Pflege und Maßnahmen gezielt anpassen.

Kontrollieren Sie zusätzlich Blätter und Blattunterseiten, denn dort sitzen Larven und Thripslarven. Für Thripsen sind blaue Tafeln oft sehr aussagekräftig, Gelbtafeln fangen dagegen viele fliegende Insekten allgemein. Hängen Sie die Tafeln auf Höhe der Blätter, nicht auf den Boden, und tauschen Sie sie aus, wenn sie voll sind. Wenn Sie nach einer Runde Bekämpfung deutlich weniger Fänge sehen, ist das ein gutes Zeichen, wenn nicht, sitzt der Befall meist noch im Substrat oder an verdeckten Blattunterseiten.

Thripse bekämpfen, Schritt für Schritt Plan

Eine wirksame Bekämpfung kombiniert mechanische Maßnahmen, biologische Helfer und, wenn nötig, geeignete Mittel. Wichtig, die Behandlung muss mehrfach im Abstand von wenigen Tagen wiederholt werden, um den Lebenszyklus zu durchbrechen. Wenn Sie Thripse bekämpfen, denken Sie immer an drei Orte, Blätter, Blattunterseiten und Substrat.

Viele Rückschläge entstehen, weil einzelne Pflanzen übersehen werden. Bei Thripsen reicht ein unbehandelter Topf, damit nach wenigen Tagen wieder Insekten auftauchen. Behandeln Sie deshalb alle Pflanzen im direkten Umfeld, oder kontrollieren Sie sie sehr engmaschig. Das gilt besonders für Zimmerpflanzen, die dicht nebeneinander stehen, weil Schädlinge leicht übersetzen.

Schritt 1, Isolation und Klima
Isolieren Sie befallene Pflanzen sofort. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Besprühen oder einen Luftbefeuchter. Vermeiden Sie trockene Standorte, da Thripse bei Hitze und Trockenheit ihre höchste Aktivität entfalten.

Schritt 2, mechanisch reduzieren
Das gründliche Abbrausen der Pflanze mit Wasser entfernt Larven und erwachsene Tiere. Wischen Sie anschließend die Blattunterseiten mit einem feuchten Tuch ab. Bei großen Blätter, etwa an Monstera, ist das besonders effektiv.

Schritt 3, Substrat behandeln
Es ist ratsam, die oberen Erdschichten bei befallenen Topfpflanzen auszutauschen, da sich Thripse im Boden verpuppen. Bei starkem Befall lohnt Umtopfen in frisches Substrat, den Topf vorher heiß ausspülen. Bei Thripsen kann allein diese Maßnahme den Befall deutlich bremsen.

Schritt 4, Nematoden gegen Bodenstadien
Nematoden sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die bestimmte Insektenlarven im Substrat parasitieren. Gegen die Bodenphase können Nematoden helfen, indem sie die Puppenstadien im feuchten Substrat erreichen. Wichtig ist, dass die Erde gleichmäßig feucht bleibt, sonst sinkt die Wirkung. Nematoden werden über das Gießwasser ausgebracht und sollten nicht mit heißem Wasser kombiniert werden. Setzen Sie Nematoden am besten abends ein, damit das Substrat länger feucht bleibt.

Schritt 5, Nützlinge einsetzen
Nützlinge sind bei Pflanzen in der Wohnung oft die eleganteste Lösung, weil sie gezielt Schädlinge fressen und keine Rückstände hinterlassen. Besonders bewährt sind Raubmilben, sie jagen junge Stadien und reduzieren Thripslarven. Nützlinge gegen Thripse funktionieren am besten, wenn Sie früh starten und die Pflanzen nicht zu trocken stehen.

Schritt 6, Neemöl und geeignete Mittel
Neemöl kann als pflanzliches Mittel helfen, wenn Sie es korrekt anwenden. Sprühen Sie gründlich, auch Blattunterseiten, und wiederholen Sie die Anwendung. Kombinieren Sie Neemöl nicht direkt mit ausgebrachten Nützlingen, sonst schwächen Sie die Helfer. Wenn Sie Thripse bekämpfen möchten und gleichzeitig Nützlinge einsetzen, planen Sie eine Pause zwischen Sprühung und Ausbringung ein.

Wenn einzelne Pflanzen sehr stark geschädigt sind, hilft manchmal ein klarer Schnitt, entfernen Sie stark befallene Pflanzenteile, und entsorgen Sie sie im Restmüll. Reinigen Sie danach den Standort, denn bei Thripsen können sich Tiere in Ritzen, auf Fensterbänken oder an Pflanzstäben verstecken. Gießen Sie nicht zu nass, aber halten Sie das Substrat für Nematoden gleichmäßig feucht, sonst sinkt die Wirkung. Bei wiederkehrendem Befall lohnt es sich, den Bestand zu entzerren, damit Luft zirkuliert und Sie jede Pflanze gut kontrollieren können. So senken Sie langfristig den Druck durch Schädlinge, ohne ständig nachbehandeln zu müssen.

Zeitplan für 14 Tage, so behalten Sie den Überblick

Ein klarer Ablauf hilft, den Befall nicht zu unterschätzen. Notieren Sie, wann Sie welche Pflanzen behandelt haben.

Tag 1, Abbrausen, Blätter abwischen, stark befallene Blätter entfernen, obere Erdschicht tauschen, Klebefallen aufstellen.

Tag 3 bis 5, erneut kontrollieren, thripse erkennen Sie jetzt oft an frischen Flecken oder neuen Punkten, erneut abbrausen oder abwischen, Nematoden ausbringen, falls die Erde feucht gehalten werden kann.

Tag 7 bis 10, Raubmilben als Nützlinge ausbringen, auf ausreichende Luftfeuchtigkeit achten, weiterhin alle Pflanzen kontrollieren, bei Thripsen können Nachbarpflanzen bereits Eier enthalten.

Tag 12 bis 14, Monitoring auswerten, neue Flecken, neue Larven, neue Flugtiere, wenn noch deutlicher Befall vorhanden ist, wiederholen Sie den Ablauf, bis keine Schädlinge mehr sichtbar sind. In diesem Schritt entscheiden viele, ob sie Thripse bekämpfen oder ob sie nur Symptome reduzieren.

Monitoring, so messen Sie den Erfolg

Klebefallen sind nicht nur Fanghilfe, sie sind Ihr Messinstrument. Wenn weniger Insekten hängen, sinkt der Druck. Wenn weiterhin viele Tiere auftauchen, ist meist noch Substrat oder eine Nachbarpflanze aktiv.

Notieren Sie einmal pro Woche, was Sie beobachten, zum Beispiel Fänge, Luftfeuchtigkeit und Standort. Drehen Sie Pflanzen beim Gießen leicht, damit Sie alle Seiten sehen und nichts übersehen. So erkennen Sie Veränderungen früh, und Sie können Pflege und Maßnahmen gezielt anpassen.

Kontrollieren Sie zusätzlich Blätter und Blattunterseiten, denn dort sitzen Larven und Thripslarven. Für Thripsen sind blaue Tafeln oft sehr aussagekräftig, Gelbtafeln fangen dagegen viele fliegende Insekten allgemein. Hängen Sie die Tafeln auf Höhe der Blätter, nicht auf den Boden, und tauschen Sie sie aus, wenn sie voll sind. Wenn Sie nach einer Runde Bekämpfung deutlich weniger Fänge sehen, ist das ein gutes Zeichen, wenn nicht, sitzt der Befall meist noch im Substrat oder an verdeckten Blattunterseiten.

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