Käfer im Haus

Mehlkäfer bekämpfen

Mehlkäfer gehören zu jenen Tieren, die wir nicht in unserem Haushalt haben wollen. Dennoch arbeiten sie sich bis in unsere Küchenschränke vor und richten dann großen Schaden an. Dann ist der Ärger groß, denn kleine Käfer im Mehl führen zur Entsorgung des Mehls.

Ist der Befall in mehreren Lebensmitteln zu finden, schnellen die Ausgaben schnell in die Höhe. Dann gilt es rasch zu handeln und eine weitere Entstehung der Mehlwürmer zu verhindern.

Wie lange lebt ein Mehlkäfer?

Der Mehlkäfer muss sich zuerst aus den kleinen Mehlwürmern entwickeln. Dieser Prozess nimmt bis zu vier Monate in Anspruch. Anschließend ist das Tier ausgewachsen und überlebt dann nur noch weitere sechs Wochen. Das Problem: Die Käfer pflanzen sich relativ schnell fort. Das Weibchen legt nach der geschlechtlichen Fortpflanzung bis zu 300 Eier.

Sofern du Mehlwürmer in deinem Haushalt siehst, musst du sie unbedingt schnellstmöglich entfernen und von betroffenen Getreideprodukten und anderen Lebensmitteln absehen. Ansonsten wirst du schon bald eine Invasion der Lebewesen vorfinden und den Mehlkäfer schwer bekämpfen können.

Was frisst der Mehlkäfer?

Mehlkäfer ernähren sich von trockenen Getreideprodukten. Sie kommen daher besonders häufig in Mehlen vor. Davon abgesehen sind sie auf Trockenfrüchte aus. Zudem lieben sie Pflanzenreste und favorisieren weiterhin tote Insekten und altes Fleisch. Ein ausreichendes Nahrungsangebot bietet ein ideales Milieu zur Vermehrung. Gibt es keine passenden Nahrungsmittel, nimmt der Mehlkäfer kannibalistische Züge an und greift in der Folge seine Artgenossen an.

Wichtig: Hat es der Mehlkäfer in die eigene Mehlpackung geschafft, kannst du ihn frühzeitig erkennen und den Mehlkäfer bekämpfen. Bei einem Befall wird sich dein Mehl optisch verändern. Sind lediglich Eier im Mehl vorhanden, dann lässt sich das Mehl nicht mehr so leicht verarbeiten. Es ist dann eher zäh und zieht Fäden. Dein Mehl ist in der Folge nicht mehr so fein und bröselig.

Wie kann ich Mehlkäfer (nachhaltig) bekämpfen?

Viele denken, dass der Befall mit Mehlwürmern lediglich in schmutzigen Haushalten vorkommt. Doch Schmutz ist nicht ursächlich für die Würmer. Wer Mehlwürmer bekämpfen will, muss also nicht zu Putzmitteln greifen. Die Würmer kommen bereits durch den Einkauf zu uns nach Hause. Während der Produktion siedeln sie sich innerhalb der Mehle an. Obgleich es immer wieder Kontrollen gibt, können kleine braune Käfer im Mehl trotzdem hier und da vorkommen und in der Einkaufstüte mit nach Hause gebracht werden.

Dennoch: Die Ernährungsweise zeigt, dass ein sauberer Haushalt die vorhandenen Mehlwürmer in ihrer Intensität verringern und so zum Sterben der Mehlkäfer beitragen kann. Wer seine Abfälle regelmäßig raus bringt und die vorhandenen Getreideprodukte fest verschließt, kann die Gefahr eines Befalls eindämmen.

Umgekehrt bieten offene Lebensmittel den Mehlkäfern die Chance, sich von Mehltüte zu Mehltüte zu arbeiten. Wer Käfer im Mehl bekämpfen möchte, sollte deshalb von Anfang an auf luftdicht verschlossene Vorratsgefäße zur Lagerung der Lebensmittel setzen.

Gibt es (Pheromon-)Fallen gegen die Käfer?

Die moderne Schädlingsbekämpfung zielt darauf ab Pheromonfallen gegen Mehlkäfer einzusetzen. Die praktischen Fallen für Mehlkäfer helfen auf humane Art und Weise dabei Mehlkäfer zu bekämpfen. Innerhalb der Falle befindet sich ein Sexuallockstoff. Von jenem fühlen sich die männlichen Mehlkäfer angezogen. Sie nehmen den Weg auf sich, um zur Falle zu gelangen und haften anschließend daran.

Ist ein Befall gegeben, kannst du die Quelle schnell ausfindig machen. Bleiben lediglich wenige Tiere daran kleben, dann könnten diese auch durch den Garten in das Haus gelangt sein. Die Mehlwürmer befinden sich schließlich auch in Mülltonnen oder auf dem Komposthaufen.

Sofern du Mehlkäfer vernichten willst oder musst, bietet sich die Pheromonfalle als ersten Test an. Mit ihrer Hilfe kannst du schnell sehen, ob und wo ein Befall vorliegt. Prüfe bei positivem Ergebnis deine Vorräte. Die Käfer müssen nicht überall eingedrungen sein. Trotzdem solltest du alle offenen Lebensmittel entsorgen. Nur so kannst du Mehlkäfer loswerden.

Die Mehlkäfer Falle ist schnell installiert. Sie besteht lediglich aus einer Klebefläche, die an einem für dich passenden Platz angebracht werden sollte. Wichtig: Die Falle ist für Menschen völlig unbedenklich. Achte beim Mehlkäfer Bekämpfen unbedingt darauf, die Falle für Kinder unzugänglich anzubringen - etwa im Bereich höherer Schränke, wo du die Mehlkäfer vermutest.

Können Hausmittel auch Abhilfe schaffen?

Wer ein Hausmittel gegen Mehlkäfer sucht, sollte sich für Essig entscheiden. Als erste Maßnahme für die dauerhafte Mehlkäfer Bekämpfung ist das Auswischen der Küchenschränke angesagt. Widme dich hierbei lediglich jenen Schränken, in denen sich Trockenprodukte wie Mehl, Linsen, Nudeln, Reis und Trockenfrüchte befinden. Gib dazu ein paar Tropfen Essig in warmes Wasser und wische deine Schränke sorgfältig aus.

Auch die Rillen und Ecken sowie die Kanten solltest du nicht auslassen. Wenn möglich bitte auch die Außenflächen der Schrankteile sorgfältig reinigen. Da Mehlkäfer den Geruch von Essig hassen, solltest du zusätzlich ein paar Tropfen auf ein Tuch träufeln.

Du kannst also auch ohne Pheromonfallen Mehlkäfer und andere Kleinstlebewesen von deinem Wohnraum fernhalten. Zusätzlich können bestimmte ätherische Öle hilfreich sein. Die chemische Entfernung der Tiere sorgt für einen qualvollen Tod der Lebewesen und ist daher unbedingt zu vermeiden.

Wie kommt es zu einem Befall von Mehlkäfern?

Sicherlich möchtest du Mehlkäfer beseitigen und nicht erneut einen Befall feststellen. Dann ist es wichtig, dass du den Lebensraum und die Lebensweise der Tiere kennst. Wie bereits erwähnt, kommt es nach der Befruchtung des Weibchens durch das Männchen zur Eiablage. Ein Weibchen legt dann bis zu 300 Eier ab. Nicht aus jedem Ei wird anschließend ein Wurm, wobei die Summe der überlebenden Tiere dennoch beachtlich ist. Hast du mehrere Weibchen, wovon bei der Menge an Eiern auszugehen ist, wirst du die Mehlwürmer bekämpfen wollen. Doch das ist schwierig, da sie sich ständig vermehren und nur selten absterben. Ist dein Schrank zu allem Überfluss voll mit offenen Getreideprodukten, hast du ein Problem.

Ursprung der Mehlkäfer sind übrigens Getreidemühlen und große Fabriken, die sich mit der Herstellung von Trockennahrungsmitteln befassen. Sieh dir nach dem Kauf deine Verpackungen und den Inhalt von Mehlen, Reis, Nudeln und ähnlichen Lebensmitteln genau an, bevor du diese verarbeitest. Sofern etwas nicht stimmt, das Produkt anders aussieht oder bereits Würmer enthalten sind, solltest du die Ware umgehend entsorgen. Stelle sicher, dass sich die Würmer nicht ausbreiten konnten und bring die betroffenen Lebensmittel direkt zur Mülltonne im Außenbereich.

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