Achtung Marder - das musst du beachten!

So wirst du den Marder los!

Ein Marderbefall - eine Horrorvorstellung für jeden Auto- oder Hausbesitzer. Aber warum ist der Marder für viele ein so großes Problem?

Marder sind sehr lernfähige Tiere - deshalb ist es für betroffene Menschen umso schwerer, ihn wieder loszuwerden. Ob man ihn im Haus, im Garten oder im Auto findet, wenn der Marder sich erst einmal wohlfühlt, ist es deutlich schwerer, ihn wieder los zu werden. Wir wollen dir in diesem Blogbeitrag einmal erklären, was den Marder auszeichnet und wie du ihn wieder loswerden kannst!

 

 

Was zeichnet den Marder aus?

Marder sind hundeartige Raubtiere. Der Zusatz “Raubtier” ist besonders wichtig, denn deswegen ist beim Umgang mit Mardern Vorsicht zu genießen. Auch wenn der Marder in etwa nur so groß ist wie eine Katze, kann er in Extremsituationen auch für den Mensch gefährlich werden. Es gibt aber nicht nur eine Art Marder, sondern verschiedene Marderfamilien und Marderarten.

Marder Dachboden

Uns interessiert aber erst einmal nur der Steinmarder, also der Marder, der in Mitteleuropa am häufigsten anzutreffen ist. Der Steinmarder zeichnet sich durch seinen langen, gestreckten Rumpf und kurze Gliedmaße aus.

Steinmarder sind nachtaktiv, deshalb werden sie von Menschen auf oftmals früh wahrgenommen, wenn es z.B. in der Garage oder auf dem Dach rumpelt. 

Tipp: Wenn es nachts im Dach rumpelt, schau am Tag unbedingt einmal nach, ob du Spuren eines Marders entdecken kannst!

Zudem sind Marder Allesfresser, bevorzugen jedoch Fleisch. Lediglich im Sommer greift der Marder auf Beeren und Früchte zurück.

Lebensweise von Mardern

Viele Marder sind Einzelgänger und finden sich nur für wenige Stunden während der Brunstzeit, die Ranz, zu Paaren zusammen.

Zur Paarungszeit hört man trillernde, zirpende und knurrende Kontaktlaute von den Mardern, denn sie sind sehr stimmfreudig. Wenn rivalisierende Männchen oder außerhalb der Paarungszeit zwei Tiere aufeinander treffen, kann man keckernde, kreischende Warn- und Drohlaute hören. Kommt es zum Kampf, wird dieser von gellendem Wutgeschrei begleitet. Steinmarder gehören zu den ältesten "Kulturfolgern". Sie hausten schon in den Städten und Dörfern des Mittelalters.

So besiedeln Steinmarder im Gegensatz zu anderen Wildtieren auch nicht nur die Randgebiete der Stadt, sondern sind genauso in dicht überbauten Wohnquartieren, ja selbst im Stadtzentrum anzutreffen. Wir finden Steinmarder aber nicht nur im städtischen Bereich, sondern auch in den Dörfern, in der Feldmark und in den Wäldern.Der Marder meidet freies Gelände. Am liebsten läuft er an Büschen entlang, die ihm bei Bedarf schnell Deckung bieten. Tagsüber schläft er in ausgesuchten Verstecken, den Tagesverstecken, die er innerhalb seines Lebensraumes abwechselnd nutzt.

Sie können z.B. in Reisighaufen, Stallungen, Schuppen, aber auch in Wohnhäusern sein. Steinmarder sind Einzelgänger, die ein festes Areal für sich beanspruchen, in dem sie keine Geschlechtsgenossen dulden. Im Gegensatz zur Katze legen Marder, bei Erkundungsausflügen und zur Kontrolle ihrer "Streifgebietsgrenzen" erhebliche Strecken zurück.

Um ihre Jungen zu versorgen, legte eine Fähe in einer Nacht 14 km zurück. Auch wechseln Steinmarder häufig ihre Tagesverstecke. Die Anzahl der Beobachtungen, sonstiger Hinweise und daraus resultierender Belästigungen täuscht deshalb ein hohes Steinmardervorkommen vor. Bei in Dörfern lebenden Steinmardern sind Streifgebiete von 0.2 bis 1.11 km² ermittelt worden. Das Streifgebiet eines Rüden umschließt mindestens das einer Fähe und kann zudem noch Streifgebiete anderer Fähen überlappen.

Marder im Haus?

Du hörst Nachts Geräusche vom Dachboden? Dann schau unbedingt einmal nach, ob es sich um einen Marder handelt. Wie wir bereits erwähnt haben, ist ein Marder schwer zu vertreiben, wenn er es sich einmal richtig gemütlich gemacht hat.

Wenn du einen Marder in einem anderen Teil vom Haus entdeckt hast, ist es erst einmal wichtig, ruhig zu bleiben. Such am besten nach seinem “Versteck”, also wo er schläft. Wenn du dieses Versteck gefunden hast, helfen dir unsere Tipps unter dem Punkt “Marder vertreiben” weiter!

Hilfe! Marder im Dach!

Besonders im Dachboden macht es sich der Marder oftmals gemütlich. Dort knabbert er dann die Dachisolierung und Dämmung an und richtet somit einen großen finanziellen Schaden für den Betroffenen an! Durch die angefressene Isolierung kommt es oftmals dazu, dass die warme, geheizte Luft aus dem Dach austritt. Das hat zur Folge, dass die Heizkosten steigen können!

Steinmarder klettern

Viele Betroffene fragen sich auch, wie der Marder überhaupt in das Dach gekommen ist. Marder können sehr weit springen und sehr gut klettern. Dabei nutzen sie Regenrinnen und Bäume als Kletterhilfe um in das Dach einzudringen. Am Dach angekommen, versucht der Marder dann in das Dach zu kommen. Dabei reichen kleine Öffnungen, durch die der Marder durchkriechen kann. Wenn der Marder keine Öffnung findet, hebt er oftmals auch Dachziegel an, um unter diesen durchzukriechen und in das Dach zu kommen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, dass du einen Marder auf dem Dachboden hast, solltest du diesen nach Kot untersuchen. Was du dabei beachten musst, erklären wir dir unter “Marderkot gefunden?

Marder im Garten

Ein Marder im Garten muss nicht gleich etwas schlechtes Bedeuten. Da Marder Raubtiere sind, können sie auch sehr nützlich für die Bekämpfung von Schädlingen, wie z.B. Ratten oder Mäusen sein.
Der Marder sollte aber dennoch beobachtet werden. Er kann sich auch an deinem Auto auslassen, oder in dein Haus eindringen.

Marderkot gefunden?

Wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Haus, dein Garten oder dein Auto von einem Marder befallen ist, kannst du nach Marderkot ausschau halten.

Marder haben, wie Katzen, fest Plätze, wo sie ihr Geschäft verrichten werden. Wenn du die Stelle vom Kot säuberst, wird der Marder sich mit hoher Wahrscheinlichkeit eine neue Stelle suchen.

Kommen wir einmal zu dem etwas unangenehmen Teil: den Marderkot erkennen. Marderkot ist wurstförmig, ca. 1 bis 1,5 cm dick und etwa 8 bis 10 cm lang. Oftmals erkennst du sogar, was der Marder gefressen hat, anhand von Fellresten oder unverdauten Resten von Früchten. Der Kot riecht sehr stark, weshalb er oftmals direkt auffällt. 

Wenn du nun sicher bist, dass es sich bei deinem Problem um einen Marder handelt, kannst du dir direkt unsere Tipps zum Fangen von Mardern anschauen! 

Marder am Auto

Marder sind das ganze Jahr aktiv, es schadet dennoch nicht, besonders im Frühjahr einmal unter die Motorhaube zu gucken und zu schauen, ob auf dem ersten Blick Schläuche angeknabbert wurden oder andere Spuren hinterlassen wurden.

Marder am MotorMarder knabbern besonders oft an den Zündkabeln sowie an allen Schläuchen, was eine nicht unbeachtliche Gefährdung für den Straßenverkehr bedeuten kann. 

Zusätzlich kann ein Marderbiss zu finanziellen Problemen kommen: In der Regel deckt erst einmal nur die Teilkasko die beschädigten Teile eines Marderbisses ab. Folgeschäden, die z.B. durch die Zerstörung des Kühlsystems entstehen, sind häufig nicht in Versicherungen mit inbegriffen.

Marder vom Auto vertreiben

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie du den Marder von deinem Auto wieder vertreiben kannst. Der ADAC rät dazu, im ersten Schritt eine Motorwäsche zu machen. Dadurch werden die natürlichen Duftspuren des Marders einfach weg gespült. Zusätzlich dazu, solltest du aber auf jeden Fall auf eine zusätzliche “Absicherung” setzen.
Die erste Möglichkeit ist ein Ultraschallgerät, auch oft als “Marderschreck” bezeichnet. Dabei gibt es aber einige Nachteile:

  • Der Motorraum kann teilweise nicht komplett abgedeckt werden (besonders bei modernen Fahrzeugen

  • Der Ton ist manchmal wahrnehmbar

  • Gute Geräte sind teuer

 

Deutlich einfacher und günstiger sind z.B. Sprays, die den Marder von deinem Auto abhalten sollen. Wir empfehlen dir, zusätzlich zu der Motorwäsche, unser “Marder Ex-Spray”. Durch die ätherischen Öle meiden Marder den frisch gereinigten und behandelten Motorraum.

Alternative zum Marderschreck

Es muss nicht immer ein teurer Marderschreck sein. Besonders die günstigen Geräte erzeugen Töne in Frequenzbereichen, die Kinder hören können. Nicht nur, dass es die Kinder dann stört - der Marderschreck muss auch nicht 100%-ig funktionieren. 

Besser sind da dauerhafte und nachhaltige Alternativen. Wie bereits erwähnt, ist es deutlich nachhaltiger, den Motor sowie den Stellplatz einmal ordentlich zu reinigen, um alle Spuren des Marders zu entfernen. Nachdem du die Stellen alle ordentlich gereinigt hast, kannst du z.B. unser Marder-Ex Spray benutzen, um den Marder von der Stelle abzuhalten. Ohne seine bekannten Gerüche wird er den Ort schwieriger finden, wenn er dann noch Gerüche riecht, die er nicht mag, wird er sich dem Platz gar nicht mehr nähern.

Denk aber dran: Du solltest die Stellen noch einmal mit Marder-Ex behandeln, wenn auf die behandelten Stellen Wasser gekommen ist - durch das Wasser verflüchtigt sich der natürliche Geruch unseres Spray deutlich leichter und schneller!

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Darf ich einen Marder töten?

Um es kurz und knapp zu beantworten: Nein. Ein Marder darf nicht getötet werden. Auch wenn das Tier dir den letzten Nerv raubt und schon einiges an Geld gekostet hat, darfst du einen Marder nicht umbringen. 

Wie bereits am Anfang erwähnt, bist du sehr wahrscheinlich von einem Steinmarder geplagt. Der Steinmarder fällt zwar nicht unter den Artenschutz, dennoch gilt hier das Jagdrecht. Wenn du also einen Jagdschein besitzt, darfst du den Marder töten. Aber auch hier gilt: Während der Schonzeit (01.03 -> 16.10) dürfen Marder weder gefangen, noch getötet werden, auch nicht von einem Jäger.

Die einzige Möglichkeit die du hast, ist es, den Marder zu vertreiben. Das erklären wir dir im Abschnitt “So schützt du dich vor Mardern!” 

Das Töten von Mardern wird mit empfindlichen Strafen geahndet. Laut Bußgeldkatalog stehen hier Geldstrafen in Höhe von bis zu 5.000€ an, es kann sogar zu Freiheitsstrafen kommen! (Quelle: https://www.bussgeldkatalog.org/tierschutz-marder/)

Fortpflanzung und Lebenserwartung von Steinmardern

Marder paaren sich in der Regel im Sommer zwischen Juni und August. Aufgrund der Keimruhe werden die jungen Marder aber erst im Frühling des folgenden Jahres zur Welt gebracht. 

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Marders liegt in der Wildnis bei ca. 3 Jahren, jedoch maximal 10 Jahre. Wenn ein Mensch sich um den Marder kümmert, kann der Steinmarder aber auch bis zu 18 Jahre alt werden.

Mit diesen Hilfsmittel fangen Sie den Marder

Auch hier musst du dir erst die Frage stellen, ob du einen Marder überhaupt fangen darfst. Diese Frage lässt sich auch wieder nur mit einem klaren “Nein” beantworten. Auch das Fangen eines Marders würde unter das Jagdgesetz fallen und ist daher für alle Betroffenen, die keinen Jagdschein besitzen, verboten. 

So schützt du dich vor Mardern

Egal ob du bereits Probleme mit einem Marder hast oder dich einfach nur vor Mardern schützen möchtest, wir helfen dir gerne!

Marder vertreiben

Wenn dich ein Marder über Wochen plagt und du bereits herausgefunden hast, dass es sich auch wirklich um einen Marder handelt, solltest du unbedingt direkt damit anfangen, die “befallenen” Stellen zu reinigen. Alle Orte, wo sich der Marder aufhält/aufhalten könnte, sollten gründliche gereinigt werden.

Der Marder hinterlässt überall seine Gerüche, unter anderem durch Urin, wenn du aber alle Spuren von ihm entfernst, wird es sich deutlich schlechter orientieren können! Das gilt sowohl für einen Marder im Haus als auch für einen Marder im/am Auto. 

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Wenn du alles ausgiebig und gründlich gereinigt hast, solltest du die Stellen noch zusätzlich mit z.B. anderen Gerüchen behandeln. So merkt der Marder, dass sein Revier “beansprucht” wurde. Wir empfehlen dir hier die Benutzung von unserem “Marder-Ex Spray” oder dem "Kunagone Marderschreck". Ersteres besteht aus ätherischen Ölen und hält den Marder so davon ab, die behandelten Gebiete wieder zu betreten und letzteres immitiert den Geruch von verschiedenen Hunderassen und macht dem Marder so sein Gebiet streitig.

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